Jahreskreis

  • Daily Musings,  Jahreskreis,  Jul/Wintersonnenwende

    Ein Sonntag im Garten

    Heute gab es keinen Spaziergang. Wir haben das schöne Wetter genutzt und ein wenig im Garten gewerkelt. Unser Hausbesitzer hatte die Bäume gestutzt und das Holz musste kleingemacht werden. Besonders weil es auf der Terrasse lag und wir dort am Dienstag den Ofen anmachen wollen, so das Wetter mitspielt, um Jul zu feiern.

    Da A. die Korkenzieherhasel ordentlich gerupft hat, habe ich mir aus einem Zweig eine Wishhazel gebastelt. Die bunten Schleifen stehen für gute Wünsche und für die Freude auf die Farben im Frühling. Früher, als ich noch einen eigenen Garten hatte, kamen die Bänder immer direkt an den Baum, doch jetzt wird es so gehen.

    Das Holz ist klein, meine Terrasse aufgeräumt, der Hof gefegt und auch für Vogelfutter ist gesorgt. Morgen noch Zwiebelsuppe kochen, die Wohnung putzen und Betten überziehen, dann am Dienstag noch Ciabatta backen und dann wird Jul gefeiert und es wird ruhig werden fürs erste.

    Ich wünsche euch eine schöne, entspannte, Vorweihnachtswoche

  • Daily Musings,  Jahreskreis,  Jul/Wintersonnenwende

    Bin ich eine Weihnachtsmuffeline?

    Ich bin großem Brimborium abhold. Ich bin keine Christin, fühle mich auf großen Festivitäten nicht wohl, habe keinen Tannenbaum oder Adventskranz, mag aber Kerzen (das ganze Jahr über) und Kekse (auch das ganze Jahr über). Was ich nicht mag, ist diese erzwungene Art von lasst uns fröhlich sein und singen, die oft zu Weihnachten herrscht.

    … und doch, fange ich an gewisse Elemente zu schätzen. Sicher ich feiere ein wenig früher, nämlich am 21.12. die Wintersonnenwende, aber ich mag die bunten Lichter, selbst die, die ich kitschig finde und mir nie hinhängen würde. Es ist ähnlich wie mit supergepflegten Schrebergärten und Gartenzwergen. Ich mag es nicht, erkenne aber sehr wohl, dass durch das pflegen und die Mühe der Lichterinstallation ein Akt der Liebe stattgefunden hat. Und das weiß ich zu schätzen.

    Geschenke gibt es bei uns nicht. Außer Kleinigkeiten. Meistens handgefertigtes oder aus dem eigenen Bestand. Die Socken sind für Viktor, der es bunt um die Füße herum mag. Die Gören kriegen auch welche und Bücher. Von letzteren kann niemand in meiner Familie genug haben.

    Es gibt so vieles was ich mag und schätze in dieser Zeit. Es ist nicht das kommerzielle, es sind die Elemente die von Herzen kommen. Etwa wenn Freund E. sich an jedem Adventssonntag abends vor die Kirche stellt und Weihnachtslieder auf der Posaune zum Besten gibt. Da gehe ich dann auch gerne hin und bringe eine Kerze mit.

  • Daily Musings,  Samhain

    Samhain 2021

    Erst einmal: Frohes neues Jahr! Dann heute ist Hexenneujahr. Der Jahreskreis schließt sich und beginnt von Neuem. Was das nächste Jahr bringen wird? Hoffentliche viele interessante Erfahrungen und Begegnungen. Das wünsche ich uns allen.

    Vorhin habe ich einen kleinen Spaziergang gemacht und dabei darüber nachgedacht, was ich zurücklassen möchte. Die Reise ins neue Jahr, soll mit leichtem Gepäck erfolgen. Also heißt es aussortieren. Mein erster Gedanke war: Die Verzweifelung! Das hat mich ein wenig überrascht, denn in meinem persönlichen Leben, bin ich sehr glücklich. Ich lache viel, werde geliebt und liebe. Bei näherer Betrachtung wurde allerdings klar, dass ich schon auch oft verzweifelt bin. Nicht in meiner Beziehung, sondern mit der gesellschaftlichen Entwicklung der letzten Monate und wie hilflos ich mich vielem ausgeliefert fühle. Dabei möchte ich gar nicht die Diskussion aufmachen, wie sinnvoll oder sinnlos die Maßnahmen waren und sind, es geht mir viel mehr darum, was sie im zwischenmenschlichen Umgang im Gepäck hatten. Die Kommunikation jedenfalls ist deutlich harscher und respektloser geworden. Das ist einer der Gründe, warum ich mich von Facebook verabschiedet habe.

    Doch was will ich noch zurücklassen? Da ist eines, was ich nicht ein Wort packen kann. Also mit mehreren: Ich bin gerne alleine. Doch so zurückgezogen, wie die letzten 18 Monate, war ich noch nie. Das will ich nicht mehr. Daher werde ich die Verzweifelung aufgeben und dafür mehr Austausch und Aktivität im Außen einpacken. Und zwar in der realen Welt, also mit richtigen Menschen. Was nicht heißt, dass ich mich aus dem virtuellen Raum zurückziehe, das nicht, nur rarer werde ich mich dort machen.

    Alles Liebe

     

  • Daily Musings,  Jahreskreis,  Samhain,  Tageskarten

    Samhain Vorbereitungen

    Heute Morgen bin ich früh hoch und plötzlich hatte ich Lust meinen Altar frisch zu machen, was eigentlich für morgen Abend geplant war. Aber ich bin ja flexibel, also habe ich mich gleich dran gemacht.

    Das wäre also ein Punkt, den ich von meiner Liste streichen kann. Ein weiterer ist, dass ich endlich meine Facebook Accounts gekündigt habe. In Sachen Tarot & Magicstuff habe ich noch eine Telegramgruppe, also wer da Interesse hat sich auszutauschen: https://t.me/taraume

     

    Heute Morgen habe ich die 10 der Bögen gezogen. Im klassischen Tarot: Die 10 der Stäbe. Das ist eine der Karten, die mich immer ein wenig ratlos macht, wenn ich die Figur mit ihrem Gepäck sehe, kann ich mich gut damit identifizieren, denn dieses Jahr wird es während der Raunächte, richtig ans Eingemachte gehen. Doch wie soll ich nun vorgehen? Vorsichtig jeden Schritt setzen oder Aussortieren und dafür öfters laufen, um alles sicher unter Dach und Fach zu bekommen. Erst einmal dürfte es aber wichtig sein, das Gepäck zu schultern und die Verantwortung für es zu übernehmen, wenn es zwischendrin zu schwer wird, muss ich eben verschnaufen oder in mehreren Etappen gehen.

     

  • Jahreskreis,  Raunächte,  Samhain

    Samhain und Raunachtsvorbereitungen

    Kalendarisch ist Morgen Samhain, lunar am 05.11. Das ist am nächsten Freitag und dann werde ich feiern. Es wird ein kleines Ritual geben und natürlich, wie jedes Jahr, werden die AhnInnen zu Tisch gebeten. Aber die Vorbereitungen laufen bereits. Diesmal sind sie ein wenig umfangreicher, denn seit einiger Zeit hat sich für mich herauskristallisiert, dass für mich stimmiger ist, die Raunächte direkt nach Samhain, dem spirituellen Neujahr, zu feiern. Auch werde ich nicht nur zwölf Nächte angehen, sondern den gesamten Zeitraum bis zur Wintersonnenwende nutzen. Warum so lange, darüber werde ich so nach und nach schreiben.

    Die letzten fünfzehn Jahre habe ich die Raunächte immer im traditionellen Zeitraum, also vom 25.12. – 06.01. gefeiert und immer hat es mir viel gebracht. Aber es nagte auch immer ein leiser Zweifel, weil sich die Zeit nicht stimmig anfühlte. Denn die Wintersonnenwende ist das erste Fest im neuen Jahr, wieso also die Bestandsaufnahme des vergangenen danach? Samhain ist das letzte Fest im Jahr, dann hat der Kornkönig seine Reise in die Untere Welt abgeschlossen und ist in Cerridwens Kessel gelandet, in dem alles aufgelöst und neu verbunden wird, um zu Jul neugeboren zu werden. Daher habe ich meine Raunächte kurzer Hand verlegt.