Raunächte

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    Raunachts Resümee

    Nachdem mich Ende September die Erkenntnis traf, dass es für Hex und Heid doch viel passender wäre, die Raunächte zwischen Samhain und Jul zu verbringen, bin ich es auch kurz entschlossen angegangen. Ehrlich gesagt wusste ich nicht so richtig wie, weil sechs Wochen ja doch deutlich länger sind wie die zwölf „offiziellen“ Nächte. Auch hatte ich eigentlich kein richtiges Thema.

    Also habe ich erst einmal Notizhefte angeschafft. Das ist immer so bei mir, ein neues Projekt braucht ein neues Notizbuch. Auch hatte ich so eine wage Vorstellung davon, dass ich wie sonst auch, morgens Tageskarten ziehen, Tagebuch schreiben und vielleicht noch etwas Yoga und Meditation praktizieren würde. Tja, so richtig hat es damit nicht geklappt. Die ersten Tage liefen wie geplant, doch dann fand ich Laguz, die Rune des Fließenden.

    … und die Dinge und auch ich kamen in Fluß. Es war wirklich spannend. Das ganze Jahr über hatte sich eine Art Mehltau über mich gelegt. Ich war selten draußen, habe wenig Menschen getroffen, habe nicht geschrieben und war auch sonst nicht gerade aktiv. Laguz hat die Sache in Schwung gebracht und mir die verrücksten Raunächte beschert. Nichts mehr mit Zurückgezogenheit und schlechter Laune. Ich war in Hamburg bei den Kindern (was wundervoll war), habe zwei Vorträge besucht, schreibe wieder, gehe regelmäßig raus, treffe mich mit FreundInnen und plane sogar kleinere Veranstaltungen für das nächste Jahr. Das eigentliche Thema hat sich erst im Nachhinein gezeigt. Es ging um Verbindungen. In den sechs Wochen bis Jul hat sich gezeigt, welche tragfähig sind, welche es besser ist zu kappen und wo sich neue Anknüpfungspunkte finden lassen. Die Bewegung nach Außen war ganz sicher nicht geplant. Ich war mir ja immer sicher, dass ich das Treffen, so mit richtigen Menschen, gar nicht so unbedingt brauche, diese sechs Wochen haben mir das Gegenteil gezeigt. Die Verbindungen die ich gekappt habe, sind eher im virtuellen Raum, mittlerweile habe ich weder Facebook (ich schrieb warum), noch Instagram, noch What’s app. Als Messenger nutze ich Signal und Telegram. Das reicht mir.

    Zwischendrin dachte ich immer einmal, aber du wolltest dich doch sechs Wochen zurückziehen und so richtig raunächteln. Dass das auch in Bewegung ging, war eine ganz neue Erkenntnis. Außerdem, wenn ich mich noch weiter vom Außen abgekapselt hätte, wie das ganze letzte Jahr über, hätte ich mir ein Erdloch buddeln oder in mir eine Erimitage im Wald einrichten müssen. Also war es wohl gut so.

    Das größte Geschenk der sechs Wochen ist allerdings, dass ich wieder schreiben kann. Auch über die ersten Raunächte a la Hex, werde ich noch mehr schreiben. Bereits letztes Jahr sollte es ja ein kleines Büchlein geben, doch beim Schreiben wurde mir klar, dass die traditionelle Variante nicht mehr stimmig für mich ist und so habe ich dieses Schreibprojekt auf 2022 verschoben.

    Zuerst dachte ich sechs Wochen, dass ist arg lang, für so eine heikle Zeit, denn es ging ja schon sehr ans Eingemachte. Gerade das Überdenken von Verbindungen und Beziehungen, war nicht leicht. Auch hatte ich es reichlich schwer, mir noch einmal klarzumachen, wie sehr ich darunter gelitten hatte nicht schreiben zu können und wie oft ich mir vorgemacht habe, es müsse ja gar kein Buch sein, ich würde ja Rezensionen und Blog schreiben, dass wäre genug. Nur ist es nun einmal so, dass ich mir die Welt am Besten schreibend erklären kann und es schon darum brauche. Das zeigt sich bereits daran, dass die Alpträume verschwunden sind, seit ich wieder regelmäßig an einer Geschichte arbeite.

    So weit war es das erst einmal. Für die meisten ist nun Weihnachten, für viele kein sehr schönes, weil geimpft oder nicht geimpft eine Trennungslinie durch die Familien zieht. Andere wieder sind schon immer alleine gewesen. Ich wünsche allen ein besinnliches Weihnachtsfest und dass sich Wege in die Aussöhnung finden. Ich freue mich einfach aufein paar ruhige Tage.

    Alles Liebe

  • Daily Musings,  Jul/Wintersonnenwende,  Raunächte

    Julfeuer

    Gestern Abend haben wir also unser Julfeuer im Gartenofen angezündet und haben mit einigen FreundInnen draußen gesessen, bei Tee und Kerzenlicht. Dann wurde es zu kalt und wir sind nach Drinnen zu Zwiebelsuppe und Ciabatta. Da mit das Dinkelciabatta beim Biobäcker zu teuer ist, backe ich selbst. Es war ein schöner Abend, der zu weiteren Kreativplänen geführt hat.

    Doch es war angenehm, obwohl das C-Thema natürlich, wie überall, präsent war. Besonders traurig finde ich,die Spaltungen, die es innerhalb der Familien gibt. Wie die Wunden, die da gerissen werden, jemals wieder heilen sollen weiß ich nicht. Aber das war nur ein Thema, ansonsten gab es viel Lachen und das hat die Welt, neben dem Kerzen und dem Feuer, ein wenig heller gemacht.

    Weiterhin ist es schön und kalt, daher werde ich jetzt einen Spaziergang machen. Bewegung und frische Luft sind nun mal wichtig, nicht nur für ein gutes Immunsystem, sondern auch für das seelische Wohlbefinden.

    Mein Raunachtsresümee ist am Entstehen, braucht aber noch ein oder zwei Tage.

  • Daily Musings,  Raunächte,  Uncategorized

    Mal wieder melden

    Hier war es ja nun einige Zeit recht still. Kurzfristig hatte ich auch die Lust verloren diesen Blog weiter zu betreiben, wollte ihn aber auch nicht aufgeben. Viel Neues gibt es nicht zu berichten. Die Raunächte, also die neue Art sie zu begehen hat so einiges in Gang gesetzt, wovon allerdings vieles noch nicht spruchreif ist. Wie gesagt, es ist in Arbeit und wird sich zur gegebenen Zeit zeigen.

    Zwischenzeitlich hatte ich Geburtstag und habe dieses Mal sogar gefeiert. Nicht groß, nur gemütliches Kaffeetrinken mit einigen engen FreundInnen. Ich habe mich selbst ein wenig über mich gewundert, denn normalerweise feiere ich meinen Geburtstag nie, aber diesmal war mir danach und es war schön.

    Unter anderem bekam ich diesen kleinen Kessel geschenkt. Er stammt aus Südanatolien und ist aus der Jungsteinzeit. Ich bin ganz fasziniert davon. Falls nun wieder jemand meint, mich wegen des Swastikas in die rechte Ecke schieben zu müssen, hier eine Erklärung zu dem Symbol und wie alt es bereits ist. https://www.religionen-entdecken.de/lexikon/s/swastika

    Übrigens habe ich mich entschieden weiter zu bloggen, auch wenn ich noch nicht so richtig weiß, in welcher Form. In der Writresscorner, wird es vornehmlich um Bücher und ums Schreiben gehen. Für diesen Blog habe ich so wage Ideen. Es bleibt spannend.

  • Daily Musings,  Raunächte

    Interessante Erfahrungen

    Die letzten Tage war es recht ruhig hier. Es ist nicht so, dass es nicht etwas zu berichten gebe, nur geht soviel in mir vor, dass ich gar nicht so richtig weiß, wo ich anfangen soll. Ich schrieb ja schon, dass diese Raunächte so anders sind, wie alle vorherigen. Das liegt zum einem natürlich daran, dass ich sie zu einer anderen Zeit als der traditionellen begehe und zum anderen, dass es ein sehr viel längerer Zeitraum ist. Ein weiterer Grund des Andersseins ist, dass ich in den letzten 1 1/2 Jahren so zurückgezogen gelebt habe, wie es nur möglich ist, also ist die Herausforderung in diesen Raunächten, mich wieder mehr mit dem Außen anzufreunden. Das gleichzeitige Abkapseln von virtuellen Begegnungsstätten, ist da eine logische Konsequenz und tut mir ausgesprochen gut. Das Außen und die dort stattfindenden Begegnungen auch.

    Sehr oft taucht, wenn ich eine Göttinnenkarte ziehe, Ix Chel auf, die Weltenweberin und Förderin von Kreativität. Eine ihrer Botschaften lautet: Nutze deine Kreativität nicht, um Ausreden zu erfinden, dich vor kreativer Arbeit zu drücken. Ich nehme das mal als dezenten Hinweis, dass ich ein wenig mehr Zeit am Schreibtisch verbringen sollte.

     

  • Daily Musings,  Raunächte

    Es lässt sich gut an

    Seit unserer Samhainfeier ist es hier weiter gemütlich weitergegangen. Gemütliche Spaziergänge, gestern sogar des Nachts, leckeres Essen und viele schöne Gespräche. Einiges ist anders als geplant, anderes konnte so umgesetzt werden. Geplant war ja, dass ich die Küche Viktor überlasse. Soweit so gut, doch dann überkam mich der Wunsch zu kochen und so habe ich kurzer Hand umgeplant. Wenn ich kochen und backen will, dann mache ich es, wenn nicht darf Viktor.

    Maultaschen mit Kartoffelsalat gab es gleich zwei Tage. Meine Güte sind die gut gewesen. Diesmal haben wir sie mit Sonnenblumenhack gefüllt. Natürlich kamen noch Gewürze, Champignons und so weiter dran. Aber als Hackersatz gefällt es mir schon mal gut.

    Noch immer schlafe ich schlecht, aber es tut sich was. Ich komme leichter wieder zur Ruhe und scheine langsam einen Zeitraum in meiner Vergangenheit eingrenzen zu können, den es sich lohnt näher zu betrachten. Das wird sehr weh tun, aber wenn es was auslöst ist es in Ordnung. Ich bin ja nicht alleine davor.

     

  • Jahreskreis,  Raunächte,  Samhain

    Samhain und Raunachtsvorbereitungen

    Kalendarisch ist Morgen Samhain, lunar am 05.11. Das ist am nächsten Freitag und dann werde ich feiern. Es wird ein kleines Ritual geben und natürlich, wie jedes Jahr, werden die AhnInnen zu Tisch gebeten. Aber die Vorbereitungen laufen bereits. Diesmal sind sie ein wenig umfangreicher, denn seit einiger Zeit hat sich für mich herauskristallisiert, dass für mich stimmiger ist, die Raunächte direkt nach Samhain, dem spirituellen Neujahr, zu feiern. Auch werde ich nicht nur zwölf Nächte angehen, sondern den gesamten Zeitraum bis zur Wintersonnenwende nutzen. Warum so lange, darüber werde ich so nach und nach schreiben.

    Die letzten fünfzehn Jahre habe ich die Raunächte immer im traditionellen Zeitraum, also vom 25.12. – 06.01. gefeiert und immer hat es mir viel gebracht. Aber es nagte auch immer ein leiser Zweifel, weil sich die Zeit nicht stimmig anfühlte. Denn die Wintersonnenwende ist das erste Fest im neuen Jahr, wieso also die Bestandsaufnahme des vergangenen danach? Samhain ist das letzte Fest im Jahr, dann hat der Kornkönig seine Reise in die Untere Welt abgeschlossen und ist in Cerridwens Kessel gelandet, in dem alles aufgelöst und neu verbunden wird, um zu Jul neugeboren zu werden. Daher habe ich meine Raunächte kurzer Hand verlegt.